Die Unterdrückung, der Neustart und ich

Guten Tag liebe Freunde,

ich bin Anne und unter Instagram kennen mich manche unter _anvie_. Ich poste da bereits viele Beiträge zu psychischen Erkrankungen und kämpfe für deren Entstigmatisierung.

Ich habe diesen Blog erstellt, da ich meine Erfahrungen mit der psychischen Erkrankung „Depression“ mit euch teilen möchte. Ich kann nur von dieser Krankheit sprechen, aber ich denke, dass viele andere psychische Probleme ähnliche Ursachen und Verläufe haben. Zum Beispiel ist die Manie die Kehrseite der Depression. Viele Angststörungen, „Persönlichkeitsstörungen“ oder auch Esstörungen gehen mit Depressionen einher.

Meine große Herzensangelegenheit ist es, durch meinen Verlauf anderen Mut zu machen und auch zu unterstützen. In der depressiven Phase ist es schwierig, Hoffnung zu erkennen, aber bitte glaubt mir: Ich bin durch drei schwere depressive Phasen gegangen. Ich bekam Hilfe von zwei unterschiedlichen Therapeuten und habe einen fünfmonatigen Klinikaufenthalt hinter mir und kann jetzt sagen: Es ist rückblickend betrachtet ein unheimliches Glück gewesen, da ich daran gereift bin. Ich habe wieder zu mir gefunden. Das „unterdrückte“ Ich ( Depression: lateinisch deprimere „niederdrücken“ ) ist zum Vorschein gekommen, nach vielen Rückschlägen und Lernerfahrungen. Deshalb spreche ich auch lieber von „Unterdrückung“, anstatt von der Diagnose „Depression“. Ich bin der Meinung, dass jeder ein Leben ohne Depression verdient hat. Auch wenn es sich nach einem oft verwendeten Sinnspruch anhört, es ist so so wichtig: Jeder hat das Recht, glücklich zu sein! Wenn du jemand bist, der sich gerade mit der Depression herumschlägt, ich kann dir sagen, dass dies so lange der Fall sein wird, bis du endlich deinem unterdrückten Ich die Chance gibst, da zu sein. Alles was dich unterdrückt hat, abzulegen. Dies ist ein sehr weiter Weg, glaub‘ mir. Aber er lohnt sich! Ich möchte dich gerne dabei begleiten und als „Erfahrungsexpertin“ zur Seite stehen.

Ach ja – und es geht hier um meinen verrückten Neustart: Ich habe nicht nur einen Neustart gehabt, sondern mehrere. Doch jedes mal etwas „ver-rückt“ von der Norm mit sehr viel Energie und Lebensfreude nach einer depressiven Phase. Hier könnt ihr mehr darüber lesen. Wisst ihr, dass ich in die Depression zurück gefallen bin, da ich zurückgedrängt wurde? Innerlich und von außen! Die Gesellschaft möchte keine verrückten Menschen, doch ist es nicht das, was wir unbedingt brauchen? Menschen, die sich mit sich selbst und ihrer Geschichte beschäftigen und verarbeiten? Wenn jeder das bei sich selbst tun würde, würden wir enorme Fortschritte machen. Wer sind hier die Kranken und wer die Gesunden? An alle, die eine Therapie machen: Herzlichen Glückwunsch. Ihr habt den ersten Schritt in eine wunderbare Entwicklung gemacht.

Spread Love,

Anne

sdr

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