Mission Impossible: Anne in Köln auf Wohnungssuche

Hallo Freunde,

die mich auf Instagram verfolgen, werden gemerkt haben, dass ich turbulente Tage hinter mir habe. Doch fangen wir von vorne an:

Es ist 18.30 am Sonntag, den 10.03.2019: Ich befinde mich am Düsseldorfer Hauptbahnhof und es herrscht Ausnahmezustand: Aufgrund des Unwetters sind alle Züge ausgefallen und ich wollte unbedingt nach Köln! Ich sehe, wie eine 100m lange Schlange vor dem Infopoint wartet, um die gleiche Auskunft wie alle zu erfahren. Ich stelle mich nicht da an und frage die nächsten Leute, die neben mir stehen: „Habt ihr gehört, ob die Züge noch wieder fahren?“. Antwort war: „Scheinbar ab 20:00 wieder“. Hm, da kann ich auch an Ufos glauben, die um 20 Uhr auf der Erde landen werden. Jedenfalls habe ich dann gefragt, ob sie auch nach Köln wollen. Klingt naiv? Ich fordere gerne mein Schicksal oder Karma heraus. Jedenfalls zeigen sie mir einen jungen Mann, der nach Köln mit seinem privaten PKW fahren würde. Rupsdiwups saßen wir schon zu viert in seinem Auto. Er hat gutes Geld gemacht (25 Euro von jedem) und wir kamen sicher noch nach Köln.

In Köln am Hauptbahnhof war natürlich das gleiche Chaos, wobei die Kölner etwas schlauer waren und sich eine lange Taxischlange gebildet hat, anstatt eine vor dem Infopoint. Da ich ursprünglich eigentlich woanders schlafen wollte, saß ich jetzt in Köln am HBF und hatte noch keinen Schlafplatz. Auch mein Handyempfang war super zum Kotzen.

Ich fragte in dem Café, in dem ich saß nach einem guten Hostel, doch wirklich hilfreich war die Antwort nicht. Deshalb machte ich mich einfach auf den Weg und fragte in einem bekannten Hostel nach – doch überall alles ausgebucht. Natürlich weil mehrere Leute hier aufgrund des Unwetters gestrandet sind. Letztendlich wandelte ich in der ausgestorbenen Kölner Innenstadt umher und fand ein Hostel, etwas versteckt in der Nähe des Doms. 40 Euro, Einzelzimmer. Läuft. Ich hatte eine erholsame Nacht im Warmen und musste nicht auf der Straße schlafen und dies war das Wichtigste.

Am nächsten Tag frühstückte ich erst gemütlich in einer Bäckerei und machte mich dann schnell auf in meinen Lieblingsstadtteil: Köln Ehrenfeld. Ich war unterwegs mit meinen Luftballons, die ich von der Hochzeit dabei hatte. Ich saugte die Atmosphäre auf und erinnerte mich daran, dass ich dort in meiner Studentenzeit in Düsseldorf eine Freundin besuchte, die aus Köln kommt. Ich spüre hier Freiheit. Natürlich gibt es auch hier Probleme, aber gönnt mir bitte dieses Gefühl, dass ich dort hatte.

Ich habe mich tatsächlich 95 Prozent von meinem Herzen leiten lassen. Damit bin ich nicht auf die Schnauze gefallen. Wichtige Lektion für mich. Ich war in Ehrenfeld in einer wunderbaren familiären italienischen Pizzeria, danach entdeckte ich ein Jobangebot in der Nähe in einem Café, wo ich mich direkt bewarb. Jedenfalls habe ich ziemlich viel gemacht gefühlt und war dann dementsprechend ausgelaugt. Ich wollte eigentlich nur noch ins Bett. Leider hatte ich wieder keinen Schlafplatz. Ich glaube tatsächlich jetzt an Karma, da sich jemand auf Instagram bei mir meldete, die meine Story und Posts verfolgt hat. (Da hatte ich mehrmals um Hilfe gebeten). DANKE ILHAM! Sie lud mich tatsächlich bei sich zu Hause ein, wo sie mit ihrer Schwester und ihrer Mama wohnt. Ja es gibt sie: Nächstenliebe und dafür muss man nicht mal an die Bibel oder den Koran glauben. Jedenfalls landete ich dann südlich von Köln in der wunderschönen Stadt STOLBERG. Daraus soll sich noch einiges ergeben. Dies lest ihr in meinem nächsten Blogpost.

Achja: Wohnungssuche in Köln? Ich hätte eine gehabt, ja – aber das war so nebensächlich, da sie abgesagt wurde, erst nachdem ich vor dem Haus stand und dort anrufte. Tja, wenn es 10000 Bewerber gibt, dann juckt der einzelne nicht. Ich war kurz entsetzt und dann dachte ich: Es soll eh Stolberg werden!

Ich wünsche euch einen wunderschönen Tag!!

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