Erschöpfung

Hallo Ich. Hallo Freunde.

Ich muss sagen, dass bei mir schon etwas länger die Alarmglocken angehen. Ich war im Krankenhaus vor ein paar Tagen, da ich starke Bauchkrämpfe hatte. Ich fühlte mich aber nicht nur körperlich schlecht, sondern auch psychisch komplett ausgelaugt. Und als das zusammentraf, folgte der komplette Absturz.

Mir war klar, dass ich was ändern musste. Ich habe schon hier beschrieben, dass ich durch den Schmerz gegangen bin, um zu erkennen, für was ich alles gekämpft habe in letzter Zeit.

Ich möchte hiermit auch Versöhnung mit den ganzen Therpeut/innen schließen. Ich habe mich gegenüber vieles aufgelehnt und gemerkt, dass meine Energie dabei flöten gegangen ist. Jetzt merke ich, wie wichtig es ist, auf seinen Energiehaushalt zu achten. Eine Verhaltenstherapeutin von mir hat mit mir mal eine Tankstelle aufgemalt und ich habe da schon gemerkt, wie viel Energie immer abgezapft, aber nicht aufgetankt wurde. Ich habe über 10 Energiefresser versucht aus meinem Kopf zu löschen. Geblieben sind 2 und zwar die Existenziellsten: Arbeit finden und Wohnung finden! Und Wohnung innerhalb von einer Woche, da wir rausgeschmissen wurden (anderes Thema und Energieverschwendung, sich darüber aufzuregen).

Jetzt bin ich wieder an einem Punkt, wo mein Energielevel den roten Bereich erreicht. Das Handy würde anzeigen: „Ihr Telefon wird in 30 Sekunden runtergefahren!“ Ich würde mal behaupten, es liegt bei dramatischen 5 von 100 Prozent. Tendenz sinkend. Doch vorher hatte ich mehr Energie (so 40 Prozent): Nach meiner Krankheitsphase mit meinem Magen habe ich wieder Aufwind gespürt und meine neue Energiewelle direkt ausgenutzt: Bin nach Köln gefahren, um mir da einen Job zu suchen. Ist ja schließlich eins von zwei Dingen auf meiner Liste! Da ist mir klar geworden, dass mein Energielevel nach einem Albtraum im Hotel wieder drastisch gesunken ist. Ich wollte ursprünglich in Köln Ehrenfeld durch Cafés tingeln, um einen Job zu finden. Ich saß dann schließlich in einem, habe mich verdammt einsam gefühlt, da alle ein Gespräch führten. Ich sehnte mich danach, aufgefangen zu werden und meine innerliche aufkeimende Traurigkeit durch Tränen loszuwerden. Eine Frau meines Alters wurde in dem Café gerade eingearbeitet und etwas umhergescheucht. Da wurde mir klar: Puh Anne! Wärst du an ihrer Stelle, würdest du direkt anfangen zu heulen. Zu viel Druck. Zu viel Anspannung und Stress, den ich bereits schon genug habe.

Ein wunderbares Gespräch mit Yvonne hat mich aufgefangen fürs erste. Hier kommt ihr zu ihrem Blog. Der heißt: „Dare to be mad“. Dort ist mir all das klar geworden, nämlich dass ich nicht bereit bin zu arbeiten! Und mich erstmal um mich selbst kümmern muss. Wieder einmal. Wieder eine neue Lernerfahrung.

Die Erfahrung war schmerzlich und mein Energielevel ist mehr und mehr gesunken, bis mir schließlich das Gehen schwerfiel. Auch das Sprechen, als Pepe mich vom Hauptbahnhof Stolberg abholte. Da war ich – ausgelaugt, energie,- und wortlos. Und allerallerhöchste Alarmstufe hinsichtlich Depression. Genau an diesem Punkt so weiter zu machen, wäre absolut schädlich und mein Gehirn würde mehr und mehr in depressive Symptome verfallen. Davon bin ich überzeugt.

Also was mach ich jetzt? An erster Stelle saß ich gerade in die Leere starrend auf unserem Balkon in der Sonne. Nach 10 Minunten spürte ich, wie Luki (unser Hund) mein Bein ableckte und sich das merkwürdig aber irgendwie erfrischend anfühlte. Automatisch fing ich an zu Lächeln. Doch das reicht natürlich nicht. Ich schreibe diese Worte. Am Anfang tippten meine Hände diese Worte noch müde in die Tastatur. Doch allmählich geht es schneller und fließender.

Dann habe ich für mich entschieden, diesen Artikel nicht auf Instagram zu bewerben, da ich ihn tatsächlich an erster Stelle für mich schreibe, um meine Gedankenlasten los zu werden. Auch Instagram ist ein Thema: Ich werde versuchen, dort weniger online zu sein, mir weniger Probleme durchzulesen und mich auch fürs erste weniger zu involvieren. Ja, auch Instagram gehört tatsächlich zu meinen Energiefressern, obwohl ich den Austausch mit den vielen tollen inspirierenden Leuten wunderbar finde und mich dort auch sicher nicht zurückziehen werde. Mit diesen Worten bin ich in Gedanken bei dir, Lia! Du bist ein so toller Mensch und hörst mir zu, obwohl wir uns noch nicht persönlich gesehen haben. Die Verbindung ist jedoch da 🙂

Ja- Handy aus. Schreiben und Lesen. Und Sonne. Das ist das, was ich jetzt brauche.

Lest hier, wie es weiterging.

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